Jamaika

2004

Die Crew

Samstag, 24.4.

Wir steigen in den Zug nach Köln. Am Bahnhof in Köln gehen vor uns drei Typen mit Trikots, die erst mal aussehen wie Hooligans. Im Zug nach Amsterdam sitzen uns die dann genau gegenüber. Es stellt sich aber schnell raus, dass das symphatische Typen sind, die zum Auswärtsspiel des Frankfurt Galaxy Footballteams nach Amsterdam fahren. Die haben auch genug Alkohol an Bord und versorgen uns mit. Cola gemischt mit Rotwein. So was trinken die wohl in Hessen. Freddy erzählt, dass er sich eines Tages, wenn das einmal technisch möglich wird,  als erster Freiwilliger melden wird, um unter die englische Insel zu tauchen. Dort wird er dann deren Stützpfeiler wegkloppen. Und zwar nicht mit irgendeinem x-beliebigen Werkzeug, sondern mit dem Hammer von Thor. Wenn er dann zurück kommt, wird ihm zu Ehren das Brandenburger Tor abgerissen, und an dieser Stelle eine Freddystatue mit Thorhammer aufgestellt.

Amsterdam

In Amsterdam angekommen, wollen wir ein Taxi zum Hotel nehmen. Aber für so kurze Strecken fahren die hier wohl nicht. Wir müssen zu Fuß gehen. Das Hotel ist eine Absteige. Für eine Nacht ist das egal. Wir machen kein Touri-Programm mit Bötchenfahren und so. Wir ziehen stattdessen ein bisschen durch die Altstadt an den Grachten vorbei. Zum Schluss stürzen wir bei einer Bier-Happy-Hour ab. Große Heineken zum halben Preis. Mein Kumpel ist abends fertig und ich seh mir das „Rote“ alleine an.

Sonntag, 25.4.

Ein freundlicher Grieche hilft uns am Ticketschalter. Wir fahren mit dem Zug zum Flughafen Amsterdam-Schiphol. Erstmal Frühstück bei Burgerking. Ich glaube wir waren dann die ersten am Eincheck-Schalter, so freundlich wie die Mädels zu uns waren. Schon im Flughafen treffen wir Sili und Markus, die im selben Hotel auf Jamaica gebucht haben und mit denen wir viel unternehmen werden. Der Hinflug dauert 13 Stunden. Die Standardfrage der Stewardessen im Flugzeug ist: Coffee? Irgendwann wird uns klar,wieso der Flug so lange dauern wird. In Havana wird zwischengelandet. Davon war uns vorher nix bekannt. Wir müssen aus dem Flieger raus. Wir stehen in einem schmalen Gang und vor uns eine Absperrung. Keiner weiß, wie es weiter geht. Ist eben Kommunismus!!! Nach 20 Minuten kommt eine Zigarren qualmende Kubatante, macht die Sperre weg und irgendwelche Handzeichen. Nach eineinhalb Stunden sitzen wir wieder im Flugzeug. Nach einer weiteren Stunde landen wir in Montego Bay, ca. 21.00 Ortszeit.

Flughafen in Kingston

Als Belohnung für den Zwischenstopp auf Kuba werden unsere Koffer am Zoll komplett durchsucht. Mit dem Bus ging es dann noch mal eineinhalb Stunden nach Negril ins Merrills Beach Hotel an der Westküste Jamaicas.

Nachdem wir unser Appartement bekommen hatten, waren wir zwar total müde, aber das Meer wollten wir trotzdem mal kurz bei Nacht sehen. Auf dem Weg dorthin hatten es die Rastas („We are Businessmen“) auf uns als „Neue“ abgesehen. Wir bekommen für 2 US-Dollar Bob-Marley-Gedächtnis-Bändchen geschenkt. Und kriegen von denen die richtige Anerkennung („We show you respect“). Alles easy.

Montag, 26.4.

"Risky Business" by Day

Negril Beach am Merril's Beach Hotel

Wir waren meistens zusammen mit Sili und Markus aus Darmstadt 98. Die Barkeeper waren nicht in der Lage den Namen Achim auszusprechen und sagten stattdessen Akim. Das nervte. Achim fragte dann einen von denen: Do you know Hakim The Dream Olajawon? Yaman. He`s a Basketball Player in the NBA“. “Ok. You can call me like that."

Am Abend waren wir im Risky Business, eine der Livebühnen und Bars direkt am Strand, wo sich das komplette Nachtleben abspielt.

 Negril at Night

Dienstag, 27.4.

Heute haben wir alle nur relaxt. Das soll man auf Jamaica ausgiebig machen. Das haben uns die Rastas schon ganz am Anfang gesagt.

„When you are in Jamaica, you have to relaaaaaaaaax!!!

Negril Beach

Mittwoch, 28.4

Heute haben wir eine kleine Bustour durch Negril mit "Tante Reiseleiterin" gemacht.

Nur einmal kreuz und quer durch den Ort, damit sich keiner verläuft. Und einen Cocktail im "Jungle" getrunken. Nachmittags ist Achim Jetski gefahren. Ich hab mich nicht getraut!!! Weichei!!! Abends waren dann in einer anderen Strandbar, im Roots Bamboo.

Donnerstag, 29.4.

Heute abend waren wir bei "Alfreds Ocean Palace". Kostet zwar Eintritt, aber dafür gibt's eine coole Comedy-Reggae-Show.

Freitag, 30.4.

Heute wieder Relaxen in ausgedehnter Form.

Nach und nach wird die Anerkennung für uns seitens der Rastas immer größer. Erst "Maximum Respect" und danach "Ultimate Respect". Keine Steigerung mehr möglich!!!

Samstag, 1.5.

Heute haben wir eine nette Bustour mit Daddy Coo, einem urigen Rastamann, der deutsch spricht, durch Negril gemacht.

Daddy Coo

Erst eine jamaikanische Familie zu Hause besucht. Der Mann war nicht zu sehen, weil gerade Jamaica gegen England Cricket im TV lief. Die Frau hat aber Plätzchen spendiert. Danach haben wir an einer Trinkbude mit Kiosk angehalten. Da waren die Rastas schon mittags dicht, weil die warmes Bier trinken. Wir haben einen ganz normalen jamaikanischen Garten besucht. Daddy Coo hat Kolibris gefüttert und einen halbstündigen Vortrag über Brotfrucht gehalten.

 

Tour durch Negril mit Daddy Coo

An der Steilküste sind ein paar Jungs für ein paar Dollars von den Klippen gesprungen.

Klippenspringer am Negril Lighthouse

Zum Schluss haben wir einen kurzen Stopp bei Ricks Cafe gemacht, wo die Touris zu den Klippenspringern und zum Sonnenunterganggucken rangekarrt werden. Der war tatsächlich zu sehen trotz Wolkenbruch.

Rick`s Cafe

Abends war dann Barbecue im Hotel.

Sonntag, 2.5.

Heute waren wir auf dem Markt in der Nähe des Ortszentrums. Als wir aus dem Taxi ausstiegen, waren wir sofort von den Rasta-Marktleuten umzingelt. Jeder hatte die beste von allen. Wir haben ein bischen gekauft und dann die Flucht über die Strandseite ergriffen.

Montag, 3.5.

Heute abend waren wir wieder im "Risky Business". Es war aber etwas anders als am ersten Abend. Es wurden "freiwillige" Mädels für den Voodoo-Feuertanz gesucht. 

Voodoo

Später kam dann noch ein Zigarrenverkäufer. Er hatte zwei verschiedene Zigarren im Angebot. Eine hellbraune Sorte und eine dunkelbraune Sorte. „Which one do you like?“ Der wollte aber eigentlich gar keine Zigarren verkaufen. In seinem Schlepptau hatte er nämlich zwei Mädels in den gleichen Farben. "No thanks."

Dienstag, 4.5 und Mittwoch, 5.5.

Nur Relaxen angesagt!!! Mit ein bisschen sportlichen Einlagen wie Beachvolleyball und Frisbee.

Donnerstag, 6.5.

Heute abend haben wir zum ersten Mal Jerk-Chicken von der anderen Straßenseite, der „Ghetto-Seite“, probiert. Wenn man das bestellt und der Grill-Man, in unserem Fall „Smokey-Joe“, das gegrillte Hähnchen aus dem Grill holt, muss man sofort einschreiten. Ansonsten haut der das Teil mit seinem Hackebeil inklusive Knochen kreuz und quer klein und man hat ein Trümmerhuhn. Super Lecker!!!

 

Jerk Chicken Grill

Abends waren wir noch mal im Roots Bamboo.

Freitag, 7.5.

Abends hat uns der Älteste von den Hotel-Securities Insiderwissen zugesteckt, als er erzählte: „Boys, this town is crime-free, but don’t go to Kingston. It’s very dangerous. Er hat früher bei der britischen Army gedient und war in irgendeinem Krieg. Er hat die Hose hoch gekrempelt und uns ein ziemlich großes Einschussloch am Knie gezeigt. Heute waren wir abends noch mal bei „Alfreds“. Die Show war aber nicht so gut wie in der ersten Woche.

Samstag, 8.5.

Zum Abschluss waren wir heute zusammen im „Kuyaba“ essen. Super schönes Restaurant am Meer. Das Jam Asia Peppersteak, das einer von uns hatte, kann ich nur weiter empfehlen. Erste Sahne!!!

Kuyaba Restaurant am Strand

 

Nur der Ordnung halber: Gesamtverbrauch an Sonnenbrillen 5 Stück.

 

Sonntag, 8.5.

 

Heute mussten wir um 12 Uhr unsere Zimmer räumen. Der Tag der Abreise!!! Mit langen Hosen haben wir uns dann noch die letzten Stunden an die Cocktailbar gesetzt. Die Barkeeper haben natürlich gemerkt, dass wir abreisen, und haben uns aufgefordert, uns noch die Kante zu geben. „Have many drinks before you leave!!!“ – YAMAN RESPECT!!!

Der Flug von Montego Bay nach Amsterdam ging dann schneller als der Hinflug, so ca. 10 Stunden. In Amsterdam haben wir uns dann von Sili und Markus verabschiedet, die nach Frankfurt weiterflogen. Wir sind mit dem ICE nach Hause und waren gegen 10 Uhr back in Reality.

Nächstes Jahr wollen wir wieder hin. Hope to see you there.


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